GVO-Kennzeichnung

 

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind nicht gottgegeben. Sie wurden von Menschen geschaffen. Die meisten großen Katastrophen der Menschheit, auch Tschernobyl und Fukushima, wurden ebenfalls von Menschen verursacht.

 

Die grüne Gentechnik lässt sich nicht kontrollieren.

 

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO), sowie Lebensmittel und Futtermittel, die aus GVO bestehen, diese enthalten oder daraus hergestellt werden, müssen nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 1830/2003 gekennzeichnet werden. Saatgut von gentechnisch veränderten Pflanzen muss außerdem gekennzeichnet werden, ebenso wie zum Beispiel gentechnisch veränderte Schnittblumen oder gentechnisch veränderte Zierfische (falls sie in den Verkehr gebracht werden dürften).

 

Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind Produkte, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden und auch Lebensmittel, die zufällige oder technisch unvermeidbare Spuren von GVO oder daraus hergestelltem Material bis zu einem Anteil von höchstens 0,9 Prozent enthalten. In letzterem Fall müssen die betroffenen Unternehmer nachweisen, dass sie geeignete Schritte unternommen haben, um das Vorhandensein von Verunreinigungen mit GVO zu vermeiden. Gleiches gilt für den Umgang mit Futtermitteln.

 

Wo kommen zufällige oder technisch unvermeidbare Spuren von GVO her?

 

GVO-Stäube finden sich inzwischen im Boden, im Wasser und in der Luft Selbst Bio-Produkte sind nicht zu 100 Prozent gentechnikfrei.

Hilft eine absichtliche Freisetzung von GVO den Produzenten von GVO-Saatgut, ihre Produkte für die Zukunft am Markt zu platzieren? Was schon vorhanden ist, kann man nicht mehr verbieten.

 

In 2012 wurden weltweit auf rund 170,3 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzensorten angebaut. Zum Vergleich: Die gesamte landwirtschaftlich bewirtschaftete Fläche Deutschlands betrug 2012 rd. 16,7 Millionen Hektar, davon waren rd. 11,9 Millionen Hektar Ackerland. In Deutschland findet derzeit kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen statt, abgesehen von wenigen Freisetzungen zu Forschungszwecken, die im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einsehbar sind: Standortregister

 

Aufgrund des unkontrollierbaren Pollen- und Bienenflugs und durch Vermischungen während des Transports und der Lagerung, lassen sich aktuell in knapp 15 Prozent der Bio-Mais-, Bio-Raps- und Bio-Sojaproben Rückstände von GVO finden. Meist liegt der GVO-Anteil bei Bio-Produkten dabei unter 0,1 Prozent. Die unten aufgefügten Siegel weisen auf Bio-Qualität hin.