Ackergift Glyphosat

Extrem giftige Pestizide wie DDT, Lindan oder Unkraut-Ex sind zwar inzwischen verboten.

Aber nach Agent Orange, dem Entlaubungsmittel aus dem Vietnamkrieg, wird das weltweit bekannteste Herbizit mit dem Wirkstoff Glyphosat (Handelsnamen RoundUp, Clinic, Touchdown, Vorox) in fast allen Bereichen als "Pflanzenschutzmittel" eingesetzt.

 

Alleine der von der Chemieindustrie geprägte Begriff "Pflanzenschutzmittel" soll die Harmlosigkeit dieser Pflanzentöter wiedergeben.

 

Glyphosat wird 2015 von mindestens 91 Chemieunternehmen in 20 Ländern hergestellt. Allein in China gibt es 53 Hersteller, in Indien 9 und in den USA 5. Die produzierte Menge wurde für 2008 auf 600.000 Tonnen Glyphosat geschätzt, 2011 auf 650.000 Tonnen und 2012 auf 720.000 Tonnen. Mehr als 40 % des Glyphosats werden in China hergestellt. Im Jahr 2010 wurde Glyphosat in über 130 Ländern vertrieben. Monsantos Patente auf Glyphosat sind in den meisten Staaten mittlerweile abgelaufen. (Wikipedia)

 

"Glyphosat bedroht die Gesundheit, die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität", schreibt eine Agrar-Fachzeitschrift im Mai 2012. Die Überschrift
lautet:

"Tod auf dem Acker".

 

Gefahren für die Gesundheit werden von amerikanischen Fachleuten (Prof. Don Huber) aufgezeichnet. Zum Beispiel überträgt sich der Nährstoffmangel der Pflanze auf Tiere. Tot- und Missgeburten bei Kälbern sind nachgewiesen. Es gibt starke Anzeichen, dass Botulismus ebenfalls auf den Einsatz von Glyphosat zurückzuführen ist. Weitere Forschungen sind erst im Anfangsstadium.

 

5.000 Tonnen Glyphosat landen jährlich in Deutschland nicht nur auf unseren Äckern, sondern auch in Kleingärten und Städte und Kommunen verwenden es für die Gehwegreinigung. Diese Massenvernichtungswaffe ist in jedem Baumarkt zu kaufen.

 

Die Qualität unserer Nahrung steht meistens in Beziehung zur Qualität des Bodens. Die wichtigste Komponente bei der Qualität des Bodens sind die Micro-Organismen. Sie sind wichtiger noch als die notwendigen Nährstoffe, weil es die Mikro-Organismen sind, die der Pflanze erlauben, diese Nährstoffe zu nutzen.

 

Glyphosat ist extrem giftig für diese Organismen. Bei fortgesetztem Gebrauch und Missbrauch werden viele dieser Lebewesen im Erdboden ausgelöscht. Dadurch verändert sich das Gleichgewicht im Boden.

 

Glyphosat geht in die Pflanze hinein. Man kann es nicht abwaschen. In Futter- und Lebensmittel finden sich Glyphsat-Rückstände.

 

Die Herstellerfirmen ebenso wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung behaupten jedoch weiter, dass der Wirkstoff sicher sei. Dabei wird auch geltend gemacht, dass Forschungsergebnisse dies belegen würden. Doch wie unabhängig kann eine Forschung sein, die von einem Gift-Konzern in Auftrag gegeben und bezahlt oder durch dessen Drittmittel kofinanziert wird?

 

Oft wird das Argument angeführt, das Gift sei ja zugelassen und „streng kontrolliert“. Doch diese Logik ist fatal: Atrazin, DDT, Contergan, Agent Orange und viele andere, weniger bekannte Stoffe sind Beispiele dafür, dass Gifte zunächst erlaubt waren und erst nach Bekanntwerden ihrer Nebenwirkungen auf Menschen und/oder die Umwelt verboten wurden. Die Praxis, Chemikalien zuzulassen, bevor deren Ungefährlichkeit zweifelsfrei erwiesen ist, ist skandalös. Kontaminiert und geschädigt werden die Umwelt und die Menschen, die mit diesen Produkten in Kontakt kommen und dadurch das Risiko dieser Technologie tragen!

 

Biobetriebe verzichten auf den Einsatz von Glyphosat. Deshalb sollten Verbraucher sicher gehen und auf Bioprodukte zurückgreifen.

 

Hier sind sieben Gründe, Glyphosat zu verbieten!

 

 

02. 11. 2015 - WDR - Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?

 

08. 05. 2013 - ZDF Zoom - Das stille Gift


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31. 03. 2013 - Dr. Hamel - Risikopotentiale durch Agro-Gentechnik und Glyphosat
130131-Dr. Hamel-Risiko Glyphosat.pdf
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04 - 2011 - NABU - Glyphosat & Agrogentechnik
110400-NABU-Glyphosat-Agrogentechnik.pdf
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