Futtermittel

 

Gentechnisch veränderte Futtermittel, eingeführt aus den USA und aus Südamerika, sind der „Schmierstoff“ für die industrielle Massentierhaltung, mit allen weiteren Nachteilen für Mensch, Umwelt und Tiere, in Deutschland.

 

 

Der Braker Hafen ist der Haupteinfuhrhafen für gentechnisch veränderte Futtermittel.

 

„Deutschland und die EU importieren rund  35 Millionen Tonnen Sojabohnen aus Nord- und Südamerika pro Jahr. Bei der statistischen Erfassung der Futtermittelimporte wird nicht zwischen gentechnikfreier und gentechnisch veränderter Importware unterschieden, sodass exakte Angaben zur Höhe des Anteils an importierten, gentechnisch veränderten Futtermitteln nicht möglich sind. Importiertes Soja ist allerdings fast immer gentechnisch verändert, da sich insbesondere in den Haupterzeugerländern USA, Brasilien und Argentinien der Anbau gentechnisch veränderter Sorten mit rund 90 bis 100 Prozent Anbaufläche als Standard etabliert hat.“

(Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

 

Das Niedersächsische Landvolk streut über seine

Landvolk-Info vom 21. 02. 2014

 

„Versorgung mit GVO-freiem Soja nicht mehr sichergestellt!“

 

„Aus diesem Grund nehmen die deutschen Hähnchen- und Putenerzeuger ihre Zusage zurück, in weiten Teilen gentechnikfreies Futter zu verwenden“.

18. 02. 2014 - ZDG - PM - Versorgung mit GVO-freiem Soja nicht mehr sichergestellt

21. 02. 2014 - ZDG - BDE sieht GVO-Freiheit in Legehennenfutter nicht mehr gewährleistet

Es wird unterstellt, dass die angekündigten Maßnahmen für alle deutschen

Geflügelhalter zutreffen. Einer der größten deutschen Geflügelmäster, Plukon Deutschland (frühere Firmierung: Stolle), mit einem Jahresumsatz von 540 Millionen Euro in 2012, füttert weiterhin Hähnchen mit GVO-freiem Futter. Die Deutsche Frühstücksei, einer der größten europäischen Eierproduzenten und - vermarkter, produziert weiterhin ausschließlich Eier mit gentechnikfreien Futtermitteln.

 

Das Landvolk behauptet, dass die speziellen Futtermittelwerke für Geflügelfutter sowohl Mengen- als auch Qualitätsprobleme haben. Sie können eine durchgängige Lieferkette von GVO-freiem Soja nicht mehr sicherstellen. Diese Behauptung ist falsch. Nach der unserer Gentechnik BI vorliegenden Informationen nimmt die Verfügbarkeit von gentechnikfreien Sojabohnen rasant zu. Für den größten sojaproduzierenden brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso liegen die Ernteprognosen bei einer Steigerung von 50%. Dieses bestätigt Ricardo Tatesuzi de Souza, Geschäftsführer von ABRANGE, dem brasilianischen Verband der Produzenten gentechnikfreier Soja.

26. 02. 2014 - AbL - PM zu Sojafuttermittel

Dabei sei es nicht viel teurer, gentechnikfreie Produkte anzubieten. „Für nur 8 Cent Mehrkosten je Hühnchen könnten Wiesenhof und Co. dem Verbraucherwunsch nachkommen”, erläuterte Alexander Hissting, Sprecher des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik. „Wer heute sagt, eine gentechnikfreie Fütterung sei nicht möglich, will nicht, dass sie möglich ist.” Die PHW-Gruppe, die unter der Marke „Wiesenhof“ Geflügelfleisch verkauft, Konkurrent Rothkötter und einige Eierproduzenten des Bundesverbands Deutsches Ei (BDE) wollen künftig wieder gentechnisch veränderte Pflanzen an Hähnchen, Hennen und Puten verfüttern.

 

Der Verbraucher sollte konsequent nach Fleisch, Milch und Eier fragen, die von Tieren stammen, die mit gentechnikfreiem Futter gefüttert wurden.

 

Die Gentechnik BI fordert eine gentechnikfreie Fütterung und eine Pflichtkennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern, die mit Gentechnik-Futterpflanzen erzeugt worden sind!

 

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